Entwicklung rund um St. Georg
- 9. Jahrhundert
Frühe Begräbnisstätte
Die Ursprünge des Friedhofs reichen wahrscheinlich bis in das 9. Jahrhundert zurück. Er entstand als Kirchhof rund um St. Georg.
- 1892
Bogenhausen wird Teil Münchens
Mit der Eingemeindung Bogenhausens lag der frühere Dorffriedhof innerhalb der wachsenden Stadt München.
- 1902
Übernahme durch die Stadt
Der frühere Dorffriedhof wurde in städtische Verantwortung übernommen; kirchliche und städtische Bereiche bestehen nebeneinander.
- 1952
Neugestaltung der Anlage
Der Friedhof wurde neu gestaltet, ohne seinen kompakten Charakter rund um die Kirche aufzugeben.
- 1959
Erweiterung des städtischen Bereichs
Das Grabfeld 3 und weitere Mauergräber wurden neu geordnet und dem städtischen Teil zugeordnet.
Kirchlicher und städtischer Teil
Der ältere südliche Bereich und Mauergräber gehören zur Pfarrkirchenstiftung Heilig Blut. Der überwiegende nördliche Bereich mit Mauergräbern und Urnennischen wird städtisch verwaltet. Diese geteilte Zuständigkeit ist bis heute praktisch wichtig: Für einen konkreten Grabplatz muss geklärt werden, welcher Bereich und welche Regelung gelten.
Der offizielle Plan gliedert die Anlage in drei Grabfelder. Mit etwa 0,2 Hektar und rund 240 Grabplätzen bleibt der Friedhof sehr klein; Kirche, Mauern und Grabreihen liegen eng beieinander.
Charakter der Anlage
Eine efeubewachsene Mauer fasst den Friedhof ein. Schlichte Grabstätten, geschmiedete und bemalte Kreuze sowie kleinere Grabsteine prägen das Bild. St. Georg bildet den räumlichen Mittelpunkt und lässt den Ort stärker wie einen historischen Kirchhof als wie einen großstädtischen Friedhof wirken.
Diese Dichte erklärt auch seine besondere Rolle als Ruhestätte bekannter Münchner Persönlichkeiten. Die Seite Bedeutende Grabstätten stellt fünf dokumentierte Beispiele mit realen Grabstättenfotos vor. Der Rundgang ordnet Kirche, Soldner-Grabplatte und Urnenmauern direkt im Gelände ein.